Gedenkveranstaltung im ehemaligen KZ Wittmoor: Ein Zeichen gegen Antisemitismus und für unsere Demokratie
Am 9. November erinnerte die Stadt Norderstedt gemeinsam mit zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern an die Reichspogromnacht von 1938. Wie jedes Jahr fand die Gedenkveranstaltung am ehemaligen KZ Wittmoor statt, einem Ort, der uns mahnt, Verantwortung für unsere Geschichte und unsere Gegenwart zu übernehmen.
Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der CDU Norderstedt war ich vor Ort, um Haltung zu zeigen gegen Antisemitismus, gegen Hass und Ausgrenzung, und für ein respektvolles, demokratisches Miteinander.
In ihrer Ansprache erinnerte Stadtpräsidentin Petra Müller-Schönemann eindringlich daran, wie wichtig Verantwortung, Erinnerung und eine lebendige, wachsame Demokratie sind.
Mein Dank gilt Ayala Nagel, der Vorsitzenden des Vereins CHAVERIM – Freundschaft mit Israel e.V., die die Gedenkveranstaltung organisiert hat. Ihr Engagement für jüdisches Leben, Verständigung und Dialog ist für unsere Stadt von unschätzbarem Wert.
Ich fühle mich sehr geehrt, dass ich an diesem besonderen Tag auch meine Worte mit den Veranstaltungsteilnehmern und -teilnehmerinnen teilen durfte. Antisemitismus wird heute leider wieder lauter: auf den Straßen, in Schulen und besonders in den sozialen Medien. Er trägt heute viele Gesichter. Wir dürfen ihm nicht erst dann widersprechen, wenn er laut wird, sondern schon dann, wenn er leise beginnt.
Es ist ein Geschenk, dass heute wieder jüdisches Leben in Deutschland möglich ist. Es ist keine Selbstverständlichkeit. Es ist ein Akt des Vertrauens, in unsere heutige Gesellschaft.
Der 9. November mahnt uns, wachsam zu bleiben: Erinnerung ist Verantwortung. Verantwortung braucht Mut. Und Mut braucht Menschen, die aufstehen.
Gemeinsam mit der CDU Norderstedt werde ich mich weiterhin dafür einsetzen, dass Ausgrenzung, Hass und Antisemitismus in unserer Stadt keinen Platz finden, weder offen noch im Verborgenen.